Schlachtschiff Bismarck | Das wahre Gesicht eines Schiffes
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Feldwebel

Paul Bube

Geschützführer 15 cm Bb. III

2.1.1915 in Wilhelmshof (Hessen-Nassau) – † 27.5.1941

Feldwebel  
Paul Bube Deutschland 1915

Deutschland (1915)

Quellen:

Johann Hellwig †

Marinekameradschaft Bad Hersfeld

Georg Deisenroth (Vorsitzender MK Bad Hersfeld)

Paul Bube kam in den Morgenstunden des 2. Januar 1915 im Wilhelmshof, einem Gut nahe der hessisch-nassauischen Stadt Hersfeld, auf die Welt. Seine Eltern Heinrich und Anna Margarethe Bube arbeiteten auf dem Gut und bewohnten ein etwas abgelegenes Haus oben am Berg. Hier verbrachte Paul Bube seine Kindheit und Jugend. Nach der Schul- und Lehrzeit meldete er sich im Jahr 1934 freiwillig zur Reichsmarine. Was ihn, aus der hessischen Provinz stammend, zur Marine verschlug ist leider nicht überliefert. Vielleicht war es die Aussicht auf einen sicheren Arbeitsplatz in Zeiten wirtschaftlicher Not. Da die Bestimmungen des Versailler Vertrags jedoch den militärischen Aufbau der Reichswehr materiell wie personell stark beschränkten, gab es einen Bewerberüberschuss. Umso schwerer war es an eine der begehrten Stellen zu gelangen. Paul Bube erfüllte aber alle Einstellungsvoraussetzungen und konnte 1934 seinen Dienst in der Reichsmarine antreten.

Es folgte eine siebenjährige Karriere in welcher Paul Bube vom Matrosen bis zum Feldwebel befördert wurde. In der seemännischen Laufbahn beheimatet, spezialisierte er sich später im Bereich der Artillerie und kam als Geschützführer des 15 cm Turms Backbord III 1940 an Bord der Bismarck. Hier hatte er das Kommando über die 30-40 Mann starke Turmbesatzung. Mit der Bismarck lief Paul Bube am 19. Mai 1941 zur Feindfahrt aus. Sein Geschütz beteiligte sich am Gefecht mit der HMS Hood und wenige Tage später am letzten Gefecht der Bismarck. Paul Bube schoss dabei, solange es möglich war. Dann erreichte ihn der Befehl zum Verlassen des Schiffes. Er forderte seine Männer auf diesem nachzukommen und verließ selber den Turm.






1 Gewiss meinte Hermann Budich vom Aufbaudeck auf das Oberdeck, denn das Batteriedeck befand sich unter Deck.

Der Maschinengefreite Hermann Budich begegnete Paul Bube kurz vor dem von Bord gehen. Mittlerweile hatten die Selbstversenkungsmaßnahmen tief im Bauch des Schiffes das Schicksal der inzwischen wehrlos geschossenen Bismarck längst besiegelt. Hermann Budich berichtet von seinen letzten Minuten an Bord: „Der Turm der Mittelartillerie Steuerbord III lag bis Unterkante Turm voller toter Kameraden. Ich hielt mich an den Wanten des Niedergangs fest und rutsche vom Oberdeck auf das Batteriedeck1. Hier nahm mich Kamerad Janzen in Empfang. Er reichte mir ein Stück Schokolade, und langsam kam ich wieder zu mir. Als der Feldwebel Bube schrie: ‚Turm Dora fliegt in die Luft‘, sprangen wir ins Wasser. Mein Kamerad half mir dabei. Hurras klangen auf. Das Deutschlandlied erstarb im Tosen der See...“ Dies war das letzte Mal, dass Paul Bube gesehen wurde. Er schaffte es nicht auf eines der rettenden britischen Schiffe und verstarb im Wasser. Paul Bube wurde 26 Jahre alt.

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Lese-Tipp

Die Geschichte des Feldwebel Paul Bube können Sie in unserem neuen Buch "Schlachtschiff Bismarck – Das wahre Gesicht eines Schiffes" Teil 1.1 ab der Seite 283 nachlesen.

 
 
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